Die BMMG ist eine Gesamtschule "eigener Art"

G = Gesamtschule
Teil des Schullogos
Weil unsere Schule Teil eines kirchlichen Montessori-Zentrums ist, neben einem Kinderhaus und einer Grundschule, soll grundsätzlich den Kindern der eigenen Grundschule die Möglichkeit eröffnet werden, auch weiterhin eine katholische Montessorischule zu besuchen. Unsere Schülerschaft zeichnet sich daher durch eine hohe Heterogenität hinsichtlich Begabung, Leistungsfähigkeit, Lerntempo, Interessen und sozialer Herkunft aus. Deshalb wurde für die Sekundarstufe die Form einer vierzügigen integrierten und differenzierten Gesamtschule in Halbtagsform mit weniger als 1.000 Schüler/innen gewählt. Als staatlich genehmigte Ersatzschule verleiht die BMMG die gleichen Abschlüsse wie die öffentlichen Gesamtschulen. Nach dem Gründungserlass des Schulministeriums sind wir eine Gesamtschule "eigener Art".

Jedes Jahr werden 120 Kinder, die mehrheitlich aus der eigenen Grundschule kommen, in das fünfte Schuljahr aufgenommen. In Klasse 5 lernen sie alle in sämtlichen Fächern zusammen. Englisch ist die gemeinsame erste Fremdsprache. Individuelle, selbständige Arbeitstechniken werden binnendifferenziert in allen Fächern und während der freien Arbeit erworben. Darüber hinaus wird nach Möglichkeit in Deutsch, Englisch und Mathematik Ausgleichsunterricht angeboten. In der 6. Klasse wird der Fächerkanon durch den Wahlpflichtbereich (Latein, Französisch, Naturwissenschaften, GTW: Gestalten-Technik-Wissen) ergänzt. Dabei vermittelt das aus dem klassischen Fach Arbeitslehre entstandene Fach GTW auf ganzheitliche und handlungsorientierte Weise Fertigkeiten in informations-technischen, ästhetischen, technischen und lebenspraktischen Bereichen.

Ab Klasse 7 wird den Begabungen und Leistungen der Kinder gemäß eine äußere Differenzierung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik und ab Klasse 9 in Chemie vorgenommen (Grund- und Erweiterungskurse mit wechselseitiger Durchlässigkeit). In der 8. Klasse (und wiederum in der Jahrgangsstufe 11) wird Französisch als neu einsetzende zweite bzw. dritte Fremdsprache nochmals angeboten. Außerdem bildet im Sinne einer reformpädagogisch orientierten Förderung das Handwerk in diesem Jahrgang einen wichtigen Schwerpunkt. In den Werkstätten der BMMG erwerben alle Schüler/innen Grundkenntnisse im Umgang mit diversen Werkstoffen (Holz, Keramik, Metall, Textil). Und zur Förderung einer gesunden und ausgewogenen Ernährung können sie ihr im Theorieunterricht erworbenes Wissen über Nahrungszubereitung in der Lehrküche (Hauswirtschaft) praktisch umsetzen.

BMMG Krefeld Diejenigen Schüler/innen, die in der 8. Klasse nicht Französisch zusätzlich belegt haben, können gegebenenfalls in der 9. und 10. Jahrgangsstufe alternativ die Neigungsfächer Künstlerisches Gestalten oder Informatik wählen. Mit diesem zweistündigen Wahlpflichtbereich unterbreiten wir den Jugendlichen ein zusätzliches, praxisorientiertes Angebot und versuchen wir, dem informationstechnischen Anspruch unserer Zeit gerecht zu werden.

Um im Sinne Montessoris eine Öffnung der einzelnen Jahrgänge zueinander zu ermöglichen, haben wir je eine Klasse 5, 6, 7 und 8 nebeneinander in einem Flügel mit einem gemeinsamen Vorraum und Gruppenraum untergebracht. Das hat zudem den Vorteil, dass jede Klasse vier Jahre lang in einem Raum bleibt und ihn individuell gestalten kann.

Damit die Schüler/innen auf ihren wahrscheinlichen künftigen Bildungsgang besser vorbereiten werden können, werden sie - möglichst im Einvernehmen mit den Eltern - zu Beginn der Klasse 9 auf der Basis der sich bislang abzeichnenden Entwicklung zwei Leistungsprofilen zugewiesen: Während die Grundprofilklassen eher berufs-vorbereitend ausgerichtet sind und in der Regel zum Hauptschulabschluss nach Klasse 9 bzw. nach Klasse 10 oder zur Fachoberschulreife führen, bereiten die Erweiterungsprofilklassen die Schüler/innen auf die gymnasiale Oberstufe (Fachhochschulreife und Abitur) vor. Gleichzeitig werden aus den bislang vier Parallelklassen in den Jahrgängen 9 und 10 fünf Klassen gebildet, drei E-Profil- und zwei G-Profilklassen oder zwei E-Profil- und drei G-Profilklassen.

Mit diesen Maßnahmen versuchen wir, den Schüler/innen je nach Leistungsfähigkeit besser gerecht zu werden, das Selbstbewusstsein der leistungsschwächeren Jugendlichen zu stärken, dem Hinweis Montessoris zu folgen, Schüler/innen, die ein Universitätsstudium anstreben, gegen Ende der Sekundarstufe gezielt zu unterrichten, und eine größere Stabilität der Lerngruppen zu erreichen. Trotz unterschiedlicher Schwerpunktsetzung können je nach Leistung grundsätzlich in beiden Profilen alle Abschlüsse der Klasse 10 erworben werden. Dazu wird die Durchlässigkeit zwischen beiden Profilen gewahrt, und im G-Profil ist für die Fächer Deutsch, Englisch Mathematik und Naturwissenschaften zudem je ein E-Kurs eingerichtet.

Wir sind davon überzeugt, dass die Förderwirkung unserer Schule nicht in erster Linie von ihrem Organisationssystem bestimmt wird, sondern vorrangig von den erzieherischen, fachlichen, sozialen und pädagogischen Fähigkeiten der Lehrer-/innen sowie von sich gegenseitig ergänzenden heterogenen und homogenen Lerngruppen.