Betreute Hausaufgaben an der BMMG

Seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres 2009 konnte mit freundlicher Unterstützung des Landes NRW, des Bistums Aachen und des Montessorivereins Krefeld an unserer Schule wieder eine Hausaufgabenbetreuung aufgebaut werden.
Auch wenn unsere Schule der Selbstständigkeit und der Eigenverantwortung verpflichtet ist: Kinder, die nachmittags auf sich gestellt sind, weil ihre Eltern arbeiten müssen, sind in vielen Fällen überfordert, Playstation und Fernseher zu widerstehen, um konzentriert ihre Aufgaben zu erledigen.
Zehn Mitarbeiter, junge Lehrer und Hausaufgaben-erfahrene Mütter sorgen von montags bis donnerstags von 13.45 Uhr bis 15.15 Uhr und freitags bis 14:30 Uhr für eine ruhige, entspannte Atmosphäre in kleinen Arbeitsgruppen.
Viele Kinder mögen es, hier bei ihren Freunden zu sein und bei Lernproblemen fachkundige Hilfe zu erhalten statt frustriert aufzugeben. Schließlich ist es ein gutes Gefühl, mit sorgfältig gemachten Hausaufgaben in die nächste Unterrichtsstunde zu gehen, Lob und Anerkennung zu erfahren und dem Unterricht besser folgen zu können.
Die Folge - Entspannung in der Schule wie im Elternhaus.

Voraussetzung ist jedoch
Das ist für manchen, der es gewohnt ist, nachmittags keinen Regeln zu unterliegen zunächst schwierig. Aber die erste Belohnung zeigt sich bereits um viertel nach drei,der Rest des Nachmittags und des Abends ist frei zum entspannten Spielen, Lesen oder Sport treiben.
Übrigens - die Maßnahme soll gänzlich freiwillig sein. Denn wer hier nur gezwungener Maßen sitzt, wird sicher nicht viel schaffen können, hat also zu Hause doch noch was zu tun, und verdirbt den anderen die Laune.
Dafür sind bei der Betreuung auch diejenigen willkommen, denen es zu Hause einfach zu hektisch ist, wo wegen der Hausaufgaben ständig der Haussegen schief hängt etc..
Kosten? Die übernimmt das Land, um für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen. Aber natürlich sind die Eltern nicht gänzlich aus der Pflicht genommen. Wir erwarten, dass sie sich für die Aufgaben ihrer Kinder interessieren, nachfragen, und zum Durchhalten ermuntern, selbst wenn es heißt, “das bringt alles nichts”, oder “da ist es viel zu unruhig” etc.. dass sie sich mit den Betreuern kurzschließen um dem Problem auf den Grund zu gehen.
Die meisten der annähernd 40 Kinder kommen jedoch sehr gerne. Nicht zuletzt wegen der zwar konsequenten aber liebevollen Helfer, die für eine angenehme Atmosphäre sorgen, die gelegentlich mal ein Eis springen lassen und vor den Ferien, wenn wirklich nichts mehr aufgegeben wird, statt Mathe und Englisch Fußball und Seilchenspringen “aufgeben”.