Integration
Teil des Schullogos

In der BMMG lernen körperbehinderte, hörbehinderte und nicht behinderte Schüler/innen gemeinsam

Durch das zielgleiche Lernen behinderter Kinder und Jugendlicher (ca. 9% unserer gesamten Schülerschaft) können die Schüler/innen mit entsprechender sonder-pädagogischer Förderung unter Berücksichtigung des gesetzlich zugestandenen Nachteilsausgleichs einen Gesamtschulabschluss erreichen. Dieses gemeinsame Lernen ist ein besonderer Hinweis auf die unverlierbare Würde jedes Menschen. Zugleich ist es Ausdruck der Forderung Maria Montessoris an eine weiterführende Schule, "Erfahrungsschule des sozialen Lebens" zu sein. Behinderte und nicht Behinderte sollen soziales Verhalten in alltäglichen "Situationen von höchst verpflichtendem Charakter" erfahren und darin lernen, unbehindert miteinander zu leben. Dieses gemeinsame Leben und Lernen mit seinen impliziten Aufforderungen zu gegenseitiger Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft sowie zur Auseinander-setzung mit Tod und Sterben prägen nachhaltig die Kultur unserer Schule.

Da der größere Teil unserer Förderschüler/innen bereits die benachbarte Bischöfliche Maria-Montessori-Grundschule besucht hat, ist eine langfristige stabile, förderdiagnostische Betreuung möglich. Dazu trägt in erster Linie die Beratung der Lehrer/innen und Eltern durch das Team der Sonder- und Sozialpädagogen bei. Es behält die Entwicklung der behinderten Jugendlichen (bereits ab dem 4. Schuljahr) genau im Blick und ist an allen Fördermaßnahmen beteiligt: im Fachunterricht oder während der freien Arbeit bzw. am Projekttag innerhalb der Klassengemeinschaft, in Form von Ausgleichsunterricht in Kleingruppen, Konzentrationstraining oder im Bedarfsfall, z.B. nach einer längeren Krankheitszeit, als Einzelunterricht. Entsprechende bauliche Bedingungen und technische Hilfsmittel erleichtern diese Förderung.

   
Darüber hinaus stehen junge Frauen und Männer im Freiwilligen Sozialen Jahr und Bundesfreiwilligendienst den Schüler/innen als Helfer/innen bei der Organisation des Unterrichts und des Schulalltags, bei den pflegerischen Anforderungen und den Hausaufgaben zur Seite. Weitere individuelle Angebote von Rehasport über das Training an speziellen Lernhilfen bis hin zur eigenen Schülervertretung der behinderten Jugendlichen kommen hinzu.

Da zudem für ein erfolgreiches Miteinander soziale Kontakte über den Unterricht hinaus von entscheidender Bedeutung sind, werden an unserer Schule behinderte und nicht behinderte Schüler/innen auch im Freizeitbereich zusammengeführt, z.B. im Basketballteam der "Basketbears". In Kooperation mit einem Krefelder Segelclub und mit großer Unterstützung der Elternschaft werden in der Segel-Arbeitsgemeinschaft unter handwerklichen, sportlichen, ökologischen und touristischen Aspekten durch Behinderungen gegebene Grenzen, wenn möglich, kreativ überwunden.

In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und den Berufsbildungswerken erfolgt eine spezielle Beratung der behinderten Jugendlichen und ihrer Eltern mit Blick auf eine Berufsausbildung und eine weitere Schullaufbahn. Behinderte Jugendliche, die unsere Schule bis zum Abitur besuchen, erhalten eine entsprechende Studien- und Hochschulstandortberatung. Die Eltern- und Schülersprecher/innen der körper- und hörbehinderten Schüler/innen und ihre Vertreter/innen nehmen mit beratender Stimme an den Sitzungen der Schulkonferenz und der Schulpflegschaft teil.