Vielfältige Aktivitäten der SchülerInnen
am wöchentlichen Projekttag



In den Jahrgängen 9 und 10 werden die Stunden der Freiarbeit konzentriert auf je einen Wochentag, den Projekttag.
Mit diesem veränderten Organisationsrahmen soll ein flexibleres Eingehen auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Altersstufe und pädagogische bzw. entwicklungspsychologische Forderungen möglich werden.
So ist nun die Einbeziehung außerschulischer Lernorte (Museen, Gericht, Betriebe, Theater ..) und die Mitarbeit von Fachleuten oder Eltern leichter organisierbar. Es kann sich eine lebendige Verknüpfung von Lebenswirklichkeit und Schule ergeben.
Die zu bearbeitenden Themen werden von SchülerInnen und LehrerInnen gemeinsam formuliert oder entwickeln sich aus den Vorüberlegungen und Angeboten der Lehrer. Eine Vorgabe durch Lehrpläne gibt es nicht.
Die Arbeit selbst soll nicht nur den "Kopf" einbeziehen, sondern möglichst alle Sinne ansprechen, eine Forderung, die sich auch aus den Schriften Maria Montessoris immer wieder ergibt.
So wird sich das angestrebte Ziel nicht ausschließlich in schriftlichen Arbeiten ausdrücken, sondern auch in anderen "Produkten" (Fotoserien, Filme, Modelle, Dokumentationen, Theateraufführungen, Holz-, Metall-, Tonarbeiten....), mit denen sich viele SchülerInnen dieser Alterstufe besser identifizieren können.
Die Arbeitsmotivation soll aus dem Thema erwachsen, nicht aus einer angestrebten Note. Auf das gewohnte Beurteilungsschema muss also verzichtet werden. Am Ende eines Schuljahres jedoch bekommt jede Schülerin / jeder Schüler ein Zertifikat, aus dem hervorgeht, an welchen Projekten sie / er teilgenommen hat.




Unterrichtsalltag am Projekttag
Der Projekttag wird betreut durch die KlassenlehrerInnen und weitere KollegInnen. Sie verstehen sich als Team, das vielfältige Bereiche kompetent abdecken kann und alle anstehenden Fragen einvernehmlich löst.
Den SchülerInnen bietet sich also Gelegenheit, fächerübergreifend zu arbeiten und gleichzeitig im Klassenlehrer / in der Klassenlehrerin eine feste Bezugsperson zu haben. Dies ist besonders zu Beginn der Klasse 9 sehr wichtig, um mögliche Verunsicherungen, die sich aus der Profilbildung ergeben, auffangen zu können.
Die Struktur des Projekttages ist nicht mehr vom vorgegebenen Stundenplan bestimmt, sondern wesentlich von getroffenen Absprachen. Die SchülerInnen erfahren, dass ein gemeinsames Ziel nur erreicht werden kann, wenn sich jeder verantwortlich in die Arbeit einbringt. Soziales Lernen und Teamfähigkeit stehen im Vordergrund.
Sollten SchülerInnen das Angebot "Projekttag" einmal nicht annehmen und den Ablauf anhaltend und grob stören, so muss auch ein vorübergehender Ausschluss in Betracht kommen, um die Arbeit der anderen zu schützen.
E- und G- Profil haben jeweils spezifische Ausrichtungen. So werden viele SchülerInnen des G- Profils nach der Klasse 10 eine berufliche Ausbildung anstreben. Solide Kenntnisse, besonders in Deutsch und Mathematik, sind in diesem Zusammenhang u.a. für anstehende Bewerbungsverfahren sehr wichtig. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, zwei Stunden des Projekttages der Förderung in diesen beiden Fächern vorzubehalten.
Die meisten SchülerInnen des E- Profils streben die gymnasiale Oberstufe und u.U. ein Studium an. Für sie wird z.B. das Anfertigen von fachgebundenen Arbeiten einen großen Raum einnehmen. Um darauf vorzubereiten, sind in den Projekttag Phasen eingebettet, in denen Facharbeiten angefertigt werden, deren Themen vorgegeben sind oder frei formuliert werden.
Der Projekttag lebt von der Bereitschaft aller, sich auf eine andere Art des Lernens einzulassen und die vielfältigen Möglichkeiten dieses Tages zu nutzen. Helfen Sie bitte mit, Ihren Kindern die großen Chancen zu verdeutlichen, die in ihm liegen.


Um eine grobe Vorstellung von der Arbeit am Projekttag zu bekommen, seien hier einige Projektbeispiele genannt: