Floh und Hornisse - zwei Boote aus der BMMG-Flotte
Seit 1996 besteht die Segel-Arbeitsgemeinschaft in ihrer jetzigen, jahrgangsübergreifenden Form. Vier segelbegeisterte Pädagogen der Schule initiierten diese Form der Freizeitgestaltung, weil einige gute Erfahrungen fortgeführt werden sollten. Lange Jahre fuhren die 8. Klassen im Herbst nach Friesland, Grouw oder Heeg zur Klassenfahrt in eine Jugendherberge an den "Friese Meeren". Diese Fahrten fanden unter einem erlebnispädagogischen Konzept statt und beinhalteten Elemente wie Jollensegeln, Segeln auf einem großen Traditionssegler, Fahrradtouren oder Kajakfahren. Die Jugendlichen waren nach anfänglicher Skepsis hellauf begeistert und erfuhren viele positive Veränderungen in der Klassengemeinschaft und neue Ideen für die Freizeitgestaltung. Auch die Integration von Schüler/innen mit Handicap klappte wider Erwarten (Sport versus Handicap) gut, alle machten ganz neue Erfahrungen miteinander. Zwei Wochenenden nach Grouw mit Gruppen, die einen hohen Anteil körperbehinderter Schüler/innen aufwiesen und hauptsächlich unter dem Aspekt Jollensegeln standen, brachten auch hier viele neue, positive Einsichten.


Auch an Land gibt es einiges zu tun
Der zweite Initialpunkt war ein Schwertzugvogel, den Herr Wimmers mit seiner damaligen Klasse im 9. und 10. Schuljahr im Rahmen der Projektarbeit renovierte und auch mit den Schüler/innen segelte. Dieser Zugvogel BÖÖTI und die ROTZNASE von Herrn Krings bildeten den Grundstock unserer Flotte. Auf der boot 1997 bot sich die Gelegenheit mit zwei Gruppen zwei neue Jugendjollen, FLÖHE zu bauen und anschließend zu segeln. So ist aus geschenkten, selbstgebauten, selbstrenovierten Jollen eine stattliche Flotte von 8 gesegelten Schiffen gewachsen. Diese wird in der Sommersaison von etwa 40 Schüler/innen aus allen Jahrgangstufen an drei Nachmittagen am Elfrather See gesegelt. Dazu gehören die notwendigen Bootsanhänger und seit dem Januar 2004 ein neues Rettungs- und Begleitboot, das durch einen finanziellen Kraftakt vieler Gruppen angeschafft werden konnte, Dies gibt nun den Betreuern (Herr Deußen, Herr Spengler und Herr Wimmers) das sichere Gefühl, bei Havarien schnell eingreifen zu können. Zweimal im Jahr fährt die gesamte Gruppe, begleitet durch die Pädagogen und engagierte Eltern zu einem Segel-Intensiv-Wochenende in ein Selbstversorgerhaus nach Friesland/NL. Auch hier zeigt sich immer wieder, dass das Konzept der jahrgangsstufenübergreifenden Arbeitsgemeinschaft auch integrativ funktioniert, wenn das verbindende Element (hier der Segelsport) die Klammer bildet. Zur AG gehören hörbehindete, wie körperbehinderte Schüler/innen. Alles funktioniert nur durch viel Engagement, wobei der Einsatz der Eltern besonders in der Wintersaison, wenn die Boote überholt und renoviert werden müssen, besonders hervorzuheben ist. Viele Arbeitsstunden verbringen die Beteiligten in der Bootshalle.

Wer näheres wissen möchte, ist eingeladen, die Segel-AG unter www.die-segel-ag.de im weltweiten Netz zu besuchen.